Im dritten Band des „Kulturreports: Fortschritt Europa“ versuchen 33 Autoren aus 18 europäischen Länder die Fragen zu beantworten: Wie ist die Rolle der Literatur in Europa und welchen Beitrag können die Schriftsteller bei der Ausgestaltung einer europäischen Identität leisten? Zu diesem Zweck wurden die Lesegewohnheiten in einigen Ländern Europas analisiert und in Bezug zu den Mechanismen des europäischen Buchmarktes gesetzt.
Da die Schlussfolgerung eines der Beiträge lautet, dass die Übersetzung die Sprache Europas sei, wurden auch die Leistungen der Übersetzer nicht vergessen. Den Report eröffnet ein Text von Umberto Eco über die Liebe zu Büchern. Adam Thorpe begründet, warum die übersetzten Bücher solche Klischees, wie „skandinavische Schwermut, polnisches Trauma, französischer Sex“ stärken, und Glenn Patterson erklärt, warum unter anderem die Polen dazu beigetragen haben, dass sich Nordirland ein bisschen dem Kontinent angenähert hat.
Der diesjährige „Kulturreport: Fortschritt Europa“ erscheint in den Sprachfassungen: Deutsch, Polnisch, Englisch, Französisch und Portugiesisch.
Die offizielle Präsentation der Publikation findet während der Leipziger Buchmesse statt, am 18.03.2010, um 12 Uhr, „Cafe Europa“, Halle 4, Stand D505.
Kulturreport: Fortschritt Europa
Europa liest – Literatur in Europa
ISSN 1897-7936
ISBN 978-3-921970-95-9
Die polnische Version des Kulturreports kann man ab April kostenlos bestellen: raport@fwpn.org.pl
Herausgeber: Institut für Auslandsbeziehungen und Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem British Council, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Calouste-Gulbenkian-Stiftung.
Herausgeber der polnischen Ausgabe: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Warschau 2010, 208 S.